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Dekanat Gunzenhausen  |  E-Mail: info@dekanat-gunzenhausen.de  |  Online: http://www.dekanat-gunzenhausen.de

2014.03.22 Dekanatssynode 2014, Teil 2

Gun-2012.03 Stadtkirche Gunzenhausen
Stadt- und Dekanatskirche "St. Marien" Gunzenhausen. Foto: Kuhn

Viele rührige Hände

Synodale hörten in Merkendorf mehrere Berichte


GUNZENHAUSEN (hk) - Dass in den 28 evangelischen Kirchengemein­den des Dekanatsbezirks Gunzenhau­sen eine rege, lebendige und aktive Gemeindearbeit herrscht, wurde bei der Dekanatssynode im Merkendorfer Gemeindehaus erneut deutlich. Auch diakonische Aufgaben und Dienste in der Kranken- und Altenpflege kamen dabei zur Sprache.
 
Martin Ruffertshöfer, Geschäftsfüh­rer des Diakonischen Werks Weißen­burg- Gunzenhausen, stellte das inter­kulturelle Theaterprojekt „Interakti­on" vor, das durch Gelder von der Landessynode gefördert wird. Das Projekt, eine Kooperation von Deka­nat (Migrationsbeauftragte ist Pfarre­rin Heike Endres) und dem Diakoni­schen Werk, richtet sich an Jugendli­che ab zwölf Jahren mit und ohne Migrationshintergrund. Die Jugendli­chen treffen sich einmal wöchentlich zu einem Theater-Workshop. Angelei­tet werden sie dabei vom Leiter der Luna-Bühne Weißenburg, Thomas Hausner, unter dessen Regie vier Ju­gendliche das Stück „Herr der fünf Ringe" einstudiert haben. Die Thea­tergruppe führt das Stück auf Wunsch in den Kirchen, Schulen oder bei an­deren Anlässen auf.
  Kirchenmusikdirektor Bernhard Krikkay blickte auf die kirchenmu­sikalischen Ereignisse zurück. Be­sonders die Reihe „Klangvolle Som­merabende in fränkischen Dorfkir­chen" wurde nach seinen Worten sehr gut angenommen. Als nicht übermäßig gut bezeichnete Krikkay die vorhandene Personaldecke im Organistendienst. Die Zahl der Or­gelschüler lag im vergangenen Jahr etwa bei sieben Personen, allerdings gab es dabei auch einige Fluktuati­on. Bis jetzt konnte noch keiner für den Organistendienst gewonnen wer­den.
  Die Nachwuchsarbeit in den Posau­nenchören ist laut Krikkay aber in vie­len Orten gut. Nachfolger für Bezirks­chorleiter Bernhard Volkert, der aus beruflichen Gründen das Amt abgab, wurde Wolfgang Schnotz. Die Kirchen­chöre klagen tendenziell über Überal­terung und zu wenig Nachwuchs, vor allem im Bereich der Männerstimmen. Auch hier werde es wichtig sein, so Krikkay, in Zukunft neue Chorleiter auszubilden sowie vor Ort intensive Nachwuchspflege zu betreiben.
  Die ambulante Pflege des Evangeli­schen Krankenvereins entwickelt sich laut dessen Geschäftsführer Martin Albrecht nach wie vor gut. Im Jahr 2013 absolvierten die Mitarbeiter des Vereins im Einzugsgebiet des Deka­natsbezirks Gunzenhausen 77067 pflegerische Hausbesuche und 4160 mit hauswirtschaftlichen Leistungen. Darüber hinaus wurden 939 Pflegebe­darfsbesuche durchgeführt. Die 27 Plätze des Pflegezentrums in der Leibnizstraße sind nach Albrechts Worten hervorragend ausgelastet. Nach wie vor übersteigen die Nach­fragen die Möglichkeit der Aufnah­men. In der tagesstrukturierenden Hausgemeinschaft Zufuhrstraße sind die 27 Plätze, die auf zwei Gruppen aufgeteilt sind, ebenfalls bestens be­legt. Hier teilte Albrecht ergänzend mit, dass die Betreuung und Pflege von demenzkranken Menschen eine immer größer werdende Herausforde­rung darstelle. Auch die elf Plätze für Tagespflege in Dittenheim sind gut ausgelastet, in Merkendorf gibt es eine Betreu­ungsgruppe, die immer mittwochs im Stadthaus zu finden ist. Erfreulich und sehr positiv ist laut Albrecht die Unterstützung durch ehrenamtliche Mitarbeiter der Kirchengemeinde Merkendorf. Zu den unterstützenden Diensten berichtete Albrecht, dass dem Hausnotruf eine immer größere Bedeutung zukommt. Hier werden zusammen mit der Firma Fitakt et­wa 70 Haushalte betreut. Die Ten­denz ist steigend. Über die Partner­schaft zwischen dem Dekanatsbezirk Gunzenhausen und dem Selangor-District der lutherischen Kirche in Malaysia berichteten Ruth Müller, Karin Uhlmann, Stefan Kistner und Missionsbeauftragter Pfarrer Matthi­as Knoch, die im vergangenen Jahr für drei Wochen in Malaysia weilten. Heuer solle es eine Jugendbegegnung zwischen Jugendlichen aus Malaysia und aus dem Dekanatsbezirk geben.

 

Quelle: Altmühl-Bote Gunzenhausen, Ausgabe 29.03.2014

© Text und Foto: Horst Kuhn

 

Horst Kuhn

Dekanat Gunzenhausen

Öffentlichkeitsreferent

 

2012_Dekanatssynode

Der Geschäftsführer des Dikakonischen Werks Weißenburg-Gunzenhausen,

Martin Ruffersthöfer (rechts) stellte das Jugenprojekt vor. Franziska und

Carola Föttinger, Victoria Rapthel und Judith Wilhelm zeigten das Stück,

bei diesem Thomas Hauser (links) Regie führte. Foto: Kuhn

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