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Dekanat Gunzenhausen  |  E-Mail: info@dekanat-gunzenhausen.de  |  Online: http://www.dekanat-gunzenhausen.de

2014.02.16 Konzert des Bayerischen Landes Jugend Posaunenchores

2014_Gunzenhausen, BLJP
Kerstin Dikhoff (links) mit dem Bläserensemble. Fotos: Kuhn

Erfrischende Klänge in der Stadtkirche
Junge Posaunisten aus ganz Bayern verzückten das Publikum mit einem vielseitigen Programm

GUNZENHAUSEN (hk) - Ein ebenso ungewöhnliches wie begeis­terndes Konzert erlebten über 800 Zuhörer in der evangelischen Stadtkirche. Unter dem Motto „BLJP meets Leonhard Paul" musizierten gut 40 Jugendliche, die sich im Jugendaus­wahlensemble des Verbands evangeli­scher Posaunenchöre in Bayern (BLJP) einbringen.
Dass dieses wohl einmalige Konzert zustande kann, ist dem Unterwurm­bacher Posaunenchor mit seinem Chorobmann Richard Gebert zu ver­danken. Die „Wormer" hatten das Blechbläserensemble um Landespo­saunenwartin Kerstin Dikhoff zum Abschlusskonzert anlässlich des im letzten Jahr gefeierten 100-jährigen Bestehens des Unterwurmbacher Chors eingeladen.
Die jungen Bläserinnen und Bläser aus Posaunenchören in Kirchenge­meinden aus den unterschiedlichsten Regionen Bayerns waren drei Tage lang im Jugendhaus des Dekanatsbe­zirks Gunzenhausen in Ramsberg zu­sammen. Gemeinsam mit Gastdozent Leonhard Paul, Mitbegründer der Wiener Bläsergruppe „Mnozil Brass", bereiteten sie sich in vielstündiger Probenarbeit auf ihr Gastspiel in Gunzenhausen vor.
Was in dem Konzert an Musik der unterschiedlichsten Stilrichtungen, von traditionellem kirchlichem Liedgut bis zu spritziger Popularmu­sik, geboten wurde, war „allererste Sahne", wie am Ende ein Konzertbe­sucher kommentierte. Den Anfang machte die festliche „Intrada à 6" des leitenden bayerischen Landesposau­nenwarts KMD Dieter Wendel, der sich unter den Zuhörern befand. Von ihm waren im weiteren Konzertver­lauf auch die Stücke „Glaube, Hoff­nung, Liebe", und „Best Memories" zu hören - Stücke, die im neu erschie­nen bayerischen „Bläserheft 2014" er­schienen sind. Eine Uraufführung gab es für das von Leonhard Paul vor kurzem kom­ponierte Stück „Goodymoody", wel­ches ursprünglich als Spiritual veröf­fentlicht werden sollte, jedoch nach einer nochmaligen Bearbeitung end­gültig rhythmisch die Stimmung eines Posaunisten nach Ende einer Posau­nenprobe wiedergibt. Paul forderte die Zuhörer auf, das jazzige Stück mit einen „Plupp" aus der Mundhöhle zu beenden.
Die Mitglieder des Auswahlchors hatten während des Lehrgangs das Stück „Früchte des Samstags" ausge­arbeitet. Leonhard Paul bat eingangs die Zuhörer, in verschiedenen Stimm­lagen einen Ton zu summen. Die Ein­zelstimmen des Chors und die Solotrompeten reihten sich ein. Das passte sich in seinem Grundthema dem Gos­pelsong „Kumpaja, my Lord" an. Ein Stück, das ebenso viel Beifall fand wie das von Paul komponierte „Stück „Ostler", wo sich der Komponist vom Wiener Südbahnhof aus rhythmisch auf die Reise nach Ungarn und in wei­tere Balkanländer begab. Eine musi­kalische Hommage auf den österrei­chischen Komponisten und Dirigen­ten Robert Stolz gab es bei „Auf der Heide blühn die letzten Rosen" in ei­nem Arrangement von Leonhard Paul. Beim Stück „Im grauen Bären" bril­lierten insbesondere die Bass- und Te­norstimmen. Ein weiterer Höhepunkt war das intensiv vorgetragene Lied „Gabriella' s Song" aus dem 2004 ent­standenen schwedischem Film „Wie im Himmel". Ein Stück, das am Ende einen wahren Beifallssturm auslöste.
Nicht minder gefiel das Kirchenlied „Danke für diesen guten Morgen" von Martin Gotthard Schneider. Es ist ei­nes der ältesten und bekanntesten Vertreter der Gattung „Neues Geistli­ches Lied" und ist im evangelischen Gesangbuch mit aufgenommen. Der junge Komponist Werner Petersen hat dieses Lied im rhythmischen Stil ganz fetzig in eine Popularmusik für Po­saunenchöre arrangiert. Auch das von Michael Schütz, einem jungen deut­schen Komponisten, der in Karlsruhe tätig ist, bearbeitete neue Kirchenlied „Vertraut den neuen Wegen" war in seiner Klangvielfalt beim Zuhören et­was gewöhnungsbedürftig.
Stehende Ovationen gab es zum Schluss für die Musikerinnen und Musiker um Landesposaunenwartin Kerstin Dikhoff und für Leonhard Paul, der derzeit zu den kreativsten Köpfen der Blechbläserszene zählt. Dem Musiker, Komponisten und Ar­rangeur, der seit 2005 einen Lehrauf­trag an der Musikuniversität in Wien innehat, gelang es in seiner tempera­mentvollen Art, die Jugendlichen zu leiten, zu dirigieren und sie für eine neue moderne zeitgemäße Posaunen­musik zu begeistern. Pfarrer Claus Bergmann bedankte sich für einen Konzertabend, der in seiner Aufführung von höchster Klas­se geprägt war. Bei der Zugabe „Bye bye Blues" übernahm Leonhard Paul auf der Basstrompete den Solopart. Traditionell endete das Konzert mit dem Abendlied „Bleib bei mir Herr, der Abend bricht herein", das bei ei­nigen Posaunenchören am Ende einer Probenstunde miteinander gesungen wird.

 

Quelle: Altmühl-Bote Gunzenhausen, Ausgabe 12.02.2014

© Text und Fotos: Horst Kuhn

 

Horst Kuhn

Dekanat Gunzenhausen

Öffentlichkeitsreferent

 

2014_Gunzenhausen, BLjP

Ein überaus gefälliges Konzert gab das Jugendauswahlensemble des Verbandes

evangelischer Posaunenchöre in Bayern in der Stadtkirche von Gunzenhausen. Fotos: Kuhn

 

2014_Gunzenhausen, BLJP                 2014_Gunzenhausen, BLJP

Landesposaunenwartin                                        Leonhard Paul

Kerstin Dikhoff                                            

 

2014_Gunzenhausen, BLJP

Im Auswahlchor sind unter anderem die Absberger Posaunenchormitglieder Julia Tauber (links),

Manuel Hofmann und Verena Rebelein aktiv. Auch mit dabei Eva Karl aus Gunzenhausen.

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