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Dekanatsdelegation in Malaysia

2013. Partnerschaft Malaysia
Landesflagge

Immer wieder große Herzlichkeit erfahren

Merkendorfer hörten Bericht und sahen Bilder von der Reise einer

Dekanatsdelegation nach Malaysia


MERKENDORF (msr) - Ein Ma­laysia- Reisebericht war Thema des jüngsten Gemeindeabends der evan­gelischen Kirchengemeinde Merken­dorf. Stefan Kistner aus Merkendorf, Gudrun Auernhammer aus Wald und Ruth Müller aus Haundorf berichte­ten anschaulich über ihre dreiwöchi­ge Reise in den asiatischen Staat im August/September vergangenen Jah­res.
 
Die drei waren Mitglieder einer insgesamt sechsköpfigen Delegation des Missionskreises im evangelisch lutherischen Dekanat Gunzenhau­sen, die sich aufmachte, um die Part­ner im Selangor-Distrikt der Luthe­ran Church in Malaysia (LCM) zu be­suchen. Hintergrund ist die Partner­schaft, die zwischen LCM Selangor und dem Dekanat Gunzenhausen seit wenigen Jahren erst existiert.
  Hauptanlass für die Reise der Dele­gation aus dem Fränkischen Seen­land in die asiatische Metropole mit den markanten Petronas-Towers und ihre Umgebung war der 60. Geburts­tag der Partnerkirche. Aber die Lu­theran Church in Malaysia feierte nicht nur dieses Jubiläum, sondern es stand im Rahmen der Synode auch eine neue Bischofswahl an. Der bis­herige Bischof, Philip Lok Oi Peng, stellte sich nicht mehr zur Wieder­wahl und wurde nach acht Jahren von Aaron Yap abgelöst, sodass es auch eine Verabschiedung und eine Bischofseinführung zu feiern gab.
  Auernhammer, Kistner und Müller berichteten von der völlig anderen Welt, die sie nach 22 Stunden Rei­sezeit mit 13 Stunden reiner Flug­zeit über Dubai in Kuala Lumpur erwartete: anderes Klima, anderes Essen, eine anders geordnete Gesell­schaft. Malaysia ist überwiegend muslimisch geprägt; der Anteil der Christen beträgt nur neun Prozent. Die Lutheran Church in Malaysia ist eine von vier lutherischen Kir­chen in Malaysia und hat derzeit etwa 9000 Mitglieder - Tendenz steigend. „Es ist begeisternd, wie es in dieser Kirche vorangeht", sagte Ruth Müller. So seien im Rahmen der Feierlichkeiten auch zehn neue Gemeinden in die Kirche aufgenom­men worden. Immer wieder konnte man von einzelnen Gemeindeglie­dern auch spannende Geschichten hören, wie sie persönlich zum Glau­ben an Jesus Christus gekommen waren.
  Die LCM betreibt schon seit vie­len Jahren auch Missionsarbeit im asiatischen Ausland und unter den indigenen Einwohnern Malaysias, den Orang Asli. Die Besucherdele­gation aus Merkendorf lernte die „Orang Asli Ministry" der Kirche in den Cameron Highlands kennen. Dort im Hochland, wo das Klima ein wenig kühler ist, leben die Ur­einwohner ganz anders als in der Großstadt und wollen sich auch nur graduell anpassen. Etwa zögen sie ihre traditionellen Häuser modernen Betonbauten vor. „Es wäre schade, in diesem Setting allzu viel ändern zu wollen, denn es hat alles seine Berechtigung", sagte Müller. Sie ist die stellvertretende Dekanatsmissionsbeauftragte des Dekanats Gun­zenhausen.
  Ob im Selangor-Distrikt, der sich um Kuala Lumpur herumschlängelt, wie es die Reisenden ausdrückten, oder im Hochland - überall fiel den Delegationsmitgliedern die überaus große Freundlichkeit und Herzlich­keit der Menschen auf. Während ih­res dreiwöchigen Aufenthalts wur­den die sechs Franken überwiegend von Pfarrer Ton-Hoong Lau beglei­tet, chauffiert und äußerst aufmerk­sam betreut, wie sie erzählten. Doch auch sie selbst gaben sich große Mü­he, um der Begegnung mit den Part­nern besondere Akzente zu geben. Da wurden kiloschwere, wunder­schön verzierte Kerzen für die ver­schiedenen Anlässe mit auf den wei­ten Weg nach Malaysia genommen. Ein selbst gefertigtes Parament war Geburtstagsgeschenk für die LCMS. Vor Ort kaufte die fränkische Dele­gation Zutaten für Nussecken ein, fand eine geeignete Backstube, die benutzt werden durfte, und machte sich dann ans Backen. Und tatsäch­lich, die Gebäcke kamen bei einem Missionsfest so gut an, dass kaum ein Krümelchen übrig blieb.
  „Wir wollten unsere Partnerkirche und ihre Menschen kennenlernen", resümierte Stefan Kistner. Voll mit Eindrücken, Informationen, Fotos und Geschichten über Begegnungen war die Reise in diesem Sinn nicht nur ein Abenteuer, sondern auch ein voller Erfolg. Diakon Heinrich Förthner dankte den Teilnehmern für ihre „Brückenbauer-Tätigkeit zwischen zwei Welten, die aber doch zusammengehören unter dem einen Gott".
  Partnerschaft lebt von Begegnun­gen. Daher geht der Austausch zwi­schen Selangor und Gunzenhausen schon im kommenden Sommer mit einer Jugendbegegnung weiter. Im Hinblick auf dieses Programm war Dekanatsmissionspfarrer Matthias Knoch in Begleitung seiner Tochter Monika gereist.

 

Quelle: Altmühl-Bote Gunzenhausen, Ausgabe 22.Januar 2014

© Text: Margit Schachmeyer, freie Mitarbeiterin im Altmühl-Boten

 

 

Malaysiareise 2013

Die Gunzenhäuser Delegation gemeinsam mit Freunden aus Malaysia

 

2013. Partnerschaft Malaysia

Die Gunzenhäuser Reisegruppe mit Gudrun Auernhammer (links)

Pfarrer Matthias Knoch, Stefan Kistner, Monika Knoch,

Ruth Müller (rechts) und Gerhard Baumgärtner.

 

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