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Regionalbischof Schmidt am 6. Januar 2014 verabschiedet

Regionalbischof Schmidt

"Immer neue Hinwendung zu Christus" - Regionalbischof Schmidt verabschiedet

Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm segnet den scheidenden Regionalbischof Christian Schmidt für seinen Ruhestand / (c) Breit

 

Vertreter aus Politik und Kirche haben am Montag den bisherigen Regionalbischof des Kirchenkreises Ansbach-Würzburg, Oberkirchenrat Christian Schmidt, in den Ruhestand verabschiedet. In einem Vespergottesdienst in der Ansbacher St. Gumbertuskirche entpflichtete Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm den Regionalbischof von seinem Amt und nahm das Amtskreuz von ihm entgegen. Zu dem Gottesdienst waren neben dem Landesbischof auch die Mitglieder des Landeskirchenrates sowie Vertreter der anderen christlichen Kirchen, der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern und aus der Politik erschienen. Auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) war zum Abschied des 65-Jährigen gekommen.

 

"Wir müssen uns nicht immer mit uns selbst beschäftigen"

 

In seiner Predigt erinnerte Schmidt daran, dass sich die Kirche ständig in der Gefahr der Selbstbeweihräucherung befinde. "Deswegen bedarf sie der ständigen Reformation, der immer neuen Hinwendung zu Christus." Am Epiphaniastag erinnerte er an die drei Weisen aus dem Morgenland. Die wirklich Weisen "bestätigen sich nicht gegenseitig", sagte Schmidt. Gott zeige durch seinen Sohn, wie sehr er die Menschen liebe. Deshalb "müssen wir uns nicht immer mit uns selbst beschäftigen".

 

Schmidt bleibt Prior im Konvent Heilsbronn

 

Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm sagte, bei Schmidts Einsatz für die Landeskirche könne man sich "gar nicht vorstellen", dass dieses Engagement nun vorbei sein soll. "Doch so wird es nicht sein", sagte Bedford-Strohm. Schmidt werde zum einen Vorsitzender der lutherischen liturgischen Konferenz in Bayern sowie Prior des von ihm mitbegründeten Evangelischen Kloster-Konvents Heilsbronn bleiben. Ab seiner Entpflichtung durch den Landesbischof wurde Schmidt im Gottesdienst-Liedblatt deshalb auch als Prior aufgeführt.

 

Verse zum Abschied

Der katholische Würzburger Generalvikar Karl Hillenbrand würdigte Schmidts Eintreten für die Ökumene und bezeichnete ihn als "Bewährungshelfer für den Glauben". Dies sei gerade für das ökumenische Miteinander sehr wichtig. Hillenbrand hatte für Schmidt, der sich auch über die Grenzen des Kirchenkreises hinaus einen Namen für seine gereimten Faschingspredigten gemacht hatte, zum Abschied auch einige Verse in fränkischer Mundart zur Ökumene parat: "Bis wir die volle Einheit ham, gilt die Devise: halt mer z'am." Auch der mittelfränkische Regierungspräsident Thomas Bauer lobte den scheidenden Regionalbischof für seine fröhliche und kooperative Art.

 

Neue Regionalbischöfin wird im März eingeführt

 

Vor seinem Amtsantritt als Regionalbischof im Jahr 2009 war Christian Schmidt mehr als 15 Jahre Dekan in Lauf an der Pegnitz und Nürnberg. Danach war er auf zwei halben Stellen am Bad Windsheimer Museum Kirche in Franken sowie am Gottesdienstinstitut der bayerischen Landeskirche in Nürnberg tätig. Seine Nachfolgerin wird die bisherige Bad Windsheimer Dekanin Gisela Bornowski. Sie tritt ihr Amt im März an. Der Einführungsgottesdienst mit dem Landesbischof findet am 2. März in der Würzburger St.-Johanniskirche statt.

 

Ein Kirchenkreis mit gut 450 Kirchengemeinden

Den Kirchenkreis Ansbach-Würzburg gibt es in seiner heutigen Form und Bezeichnung seit 1987. In 19 Dekanaten und gut 450 Kirchengemeinden leben 430.000 Evangelische. Er umfasst das westliche Mittelfranken und Unterfranken. Er reicht somit von Heidenheim am Hahnenkamm bis in die Rhön und kurz vor Frankfurt. Im Kirchenkreis sind wichtige kirchliche Einrichtungen wie etwa die Augustana-Hochschule, das landeskirchliche Partnerschaftszentrum Mission EineWelt oder der Windsbacher Knabenchor angesiedelt.

 

Quelle: epd

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