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125. Missionsfest

2012.07.11. 125. Missionsfest

Gun-125. Missionsfest
Pfarrer Detlef Graf von der Pahlen, Pfarrer Albrecht I. Herzog, Pfarrer Matthias Knoch, Dekan Klaus Mendel und Landessynodaler Gerhard Baumgärtner (von links) begrüßten zum 125. Missionsfest die Gäste aus Malaysia, Pfarrer Lau Tong Hoong, Dekan AAron Yap Chuan Ching und Pfarrer Thomas Low. Foto: Kuhn

Malaysia im Blickpunkt.


Missionsfest beschäftigte sich mit dem Inselstaat.

Zentra­les Thema des 125. Missionsfest der Gesellschaft für innere und äußere Mission im Sinne der lutherischen Kirche Neuendettelsau war heuer der in Ostasien liegende Inselstaat Malay­sia.
Zu Beginn des Gottesdiensts be­grüßte der Vorsitzende der Gesell­schaft, Pfarrer Detlef Graf von der Pahlen, der viele Jahre in Gunzenhau­sen als Seelsorger wirkte, Gäste aus Malaysia sowie Besucher aus Papua Neuguinea. Dekan Klaus Mendel übersetzte den Gottesdienst teilweise in malaysische Sprache. Die Predigt hielt Pfarrer Matthias Knoch, der schon mehrmals in Malaysia weilte. Der Gräfensteinberger Seelsorger hob die wichtigen Aufgaben, die die Kir­che im missionarischen Dienst in aller Welt erfülle, hervor.
Einer der jahrelang im Dienste der Mission tätig war, ist der Gunzen­häuser Pfarrer Ernst Seyler. Er war im Auftrag der evangelischen Kirche als Missionar in Australien tätig. Missionare sind dabei oft als Ent­wicklungshelfer etwa in Kranken­häusern, in der Landwirtschaft oder in sozialen Einrichtungen tätig.
Knoch erinnerte an den Missionar und Gründer der Neuendettelsauer Mission in Neuguinea, Johann Flierl. Nachdem der nordöstliche Teil der In­sel Neuguinea deutsche Kolonie ge­worden war (Kaiser-Wilhelms-Land), gründete Flierl 1886 eine Missionssta­tion in Simbang bei Finschhafen. Flierl blieb bis 1930 in Neuguinea. Bis zu die­sem Zeitpunkt entstanden 18 Missi­onsstationen und 25000 Christen wur­den getauft. Heute ist die evangelische Kirche von Papua-Neuguinea mit 815000 Mitgliedern die größte im pazi­fischen Raum. Der 2. Vorsitzende der Gesellschaft, Pfarrer Albrecht I. Herzog, eröffnete die Themenstunde „Gottes weltweite Kirche". Die beiden Seelsorger Lau Tong Hoong und Aaron Yap Chuan Ching berichteten über die evangeli­sche Kirche in Malaysia. Ein besonde­rer Schwerpunkt lag dabei auf dem District Selangor in der Hauptstadt Kuala Lumpur, zu dem der Gunzen­häuser Dekanatsbezirk partnerschaft­liche Beziehungen anstrebt. Die evan­gelische Kirche in Malaysia, die im nächsten Jahr ihren 60.Geburtstag fei­ert, zählt inzwischen 9000 Mitglieder und ist in fünf Distrikten (Dekanatsbe­zirken) gegliedert. Der District Selangor hat 2500 Gemeindeglieder die alle sehr aktiv sind. Es werden Dienste in zwei Al­tersheimen, einen Waisenhaus und einem Krankenhaus angeboten. Man leistet auch Missionsarbeit in Ma­laysia und im benachbarten Vietnam. Einen großen Stellenwert nimmt auch die Jugendarbeit ein.
Auf die Glaubensfreiheit von Chris­ten angesprochen, erläuterten die bei­den Pfarrer, dass die Zugehörigkeit zum Islam in Ausweisen und Pässen eingetragen wird. Offiziell könne nie­mand zum christlichen Glauben über­treten, da Gefängnisstrafen drohen. Von der anstehenden Partnerschaft mit dem Dekanats Gunzenhausen erhofft sich Pfarrer Lau Tong Hoong aus, dass man vieles voneinander lernen könne. Es bestehe beiderseits der Wunsch auf Begegnungen mit Pfarrern, Gemeinde­gliedern und den Missionskreisen, um Gemeinsamkeiten auszutauschen und dabei zu erfahren, dass man miteinan­der im Glauben an Gott und Jesus Christus unterwegs ist.

 

Quelle: Altmühl-Bote, Ausgabe 11.07.2012

Horst Kuhn

Öffentlichkeitsreferent

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