Zum Inhalt (ALT-C)
Zur Navigation (ALT-N)
Zur Startseite (ALT-S)

Dekanat Gunzenhausen  |  E-Mail: info@dekanat-gunzenhausen.de  |  Online: http://www.dekanat-gunzenhausen.de

2012.22.03 Dekanatssynode 2012, Teil I

2012.03.22  Dekanatssyonde
Stellvertretender Dekan Gert Sommerfeld, Dekan Klaus Mendel und die beiden Präsidiumsvorsitzenden der Dekanatssynode Gunzenhausen, Gerhard Baumgärtner und Monika Neumeyer. Foto: Kuhn

Landesstellenplan wirkt sich nur gering aus.

Gunzenhäuser Dekanatssynode diskutierte über Personelles, Immobilien, musikalische Arbeit und Urlauberseelsorge.

Über die aktuelle Lage im evangelischen Deka­nat Gunzenhausen informierte Dekan Klaus Mendel die Mitglieder der De­kanatssynode, die im Dietrich-Bon­hoeffer- Haus in Absberg zu ihrer Jah­restagung zusammengekommen war. Mit Interesse nahmen die Synodalen die langfristigen Planungen der evan­gelischen Landeskirche und Informa­tionen über die Arbeit des Dekanats­ausschusses zur Kenntnis.

 

Zur personellen Situation führte Mendel, der seit März vergangenen Jahres die erste Pfarrstelle und die damit verbundene Funktion als De­kan für den Dekanatsbezirk Gun­zenhausen innehat, aus, dass nach dem Weggang von Pfarrer Stefan Schleicher nach Pappenheim seit August für die Kirchengemeinde Un­terasbach- Frickenfelden-Oberasbach eine Vakanz eingetreten sei. Leider habe sich noch kein Pfarrer auf die im kirchlichen Amtsblatt erfolgte Ausschreibung beworben. In wenigen Wochen wird die Pfarrstelle Gunzen­hausen II nach dem Weggang der dortigen Pfarramtsführerin Susanne Thorwart frei. Bekanntlich wechselt die Seelsorgerin auf eine Klinik­pfarrstelle nach Coburg. Es stehen den 5200 Gemeindegliedern in Gun­zenhausen laut Landesstellenplan derzeit nur noch 1,75 Pfarrstellen zur Verfügung. Der Gunzenhäuser Pfarrer Ekkehard Malcher ist (zu ei­nem Drittel seiner Stelle) als Touris­mus- Seelsorger für die Stadtkirche tätig, und Pfarrerin Heike Bachmann erledigt zu einem Drittel ihres Dienstauftrags die Migrantenarbeit für die Stadt Gunzenhausen und in­nerhalb der 28 Kirchengemeinden im Dekanatsbezirk.
Mit Thomas Utz (Eichenberg) wur­de ein Prädikant in sein Amt einge­führt. Dank sagte Dekan Mendel den Geistlichen Katharina Wolff und Gert Sommerfeld für die Arbeit mit den Lektoren und Prädikanten. Ohne die treuen Lektoren, Prädikanten und Ruhestandspfarrer könnte man schon längst nicht mehr die kirchli­chen Strukturen aufrechterhalten.
Im Bereich der Dekanatsjugendar­beit gab es einen personellen Wech­sel, nachdem Dekanatsjugendrefe­rent Frank Schleicher zum 1. Okto­ber 2011 in den benachbarten Deka­natsbezirk Weißenburg gewechselt ist. Nachfolgerin ist Judith Grosser, die mit Elan bei der Sache sei. Nach über 35 Jahren in der Kirchenge­meinde Gunzenhausen und im Deka­natsbezirk wurde Kirchenmusikdi­rektor Alexander Serr in den wohl­verdienten Ruhestand verabschiedet. Nachfolger ist KMD Bernhard Krik­kay aus Rosenheim. Er wird am Sonntag, 20. Mai, in der Stadtkirche in sein Amt eingeführt.
Intensiv diskutierte die Dekanats­synode über die Auswirkungen des Landesstellenplans, der zum 1. Janu­ar 2013 in Kraft treten wird. Gun­zenhausen gehört zu den wenigen Dekanaten der bayerischen Landes­kirche, die durch die Neuordnung der Pfarrstellen nur wenige Verände­rungen zu erwarten haben. Der zu­künftigen Pfarrstelle III (Inhaber: Pfarrer Ekkehard Malcher) wird eine fremdfinanzierte Viertelstelle mit dem Schwerpunkt Altenheim nach Zustimmung durch alle Kirchenvor­stände der 28 Kirchengemeinden zu­geordnet. Alle Kirchengemeinden ha­ben sich durch diesen Beschluss da­zu verpflichtet, jeweils anteilig ab 2013 bis 2018 jährlich circa 11 000 Euro zur Finanzierung dieser Arbeit aufzubringen. Dieser solidarischen Selbstverpflichtung aller Kirchenge­meinden zollte Dekan Mendel hohe Anerkennung.
Für die Pfarrstelle Merkendorf (Inhaber: Pfarrer Detlef Meyer) be­deutet die Umsetzung des Lan­desstellenplans ab 2013 eine reguläre Pfarrstelle mit einem Stellenanteil von 0,75 und einen Stellenanteil von 0,25 aus dem Regionalen Anteil (RE) des Dekanatsbezirks unter der Maß­gabe der Verwendung für Gemein­deaufgaben. Die volle Diakonenstelle (Inhaber: Diakon Heinrich Förthner) wurde bewusst beibehalten. Ab 2013 wird hier allerdings ein Stellenanteil von 0,25 auf Dekanatsebene, unter anderem für die Pflege der Deka­nats- Homepage, einzubringen sein.
Der Dekanatsbezirk wird sich in­tensiv mit den kirchlichen Immobili­en befassen müssen, insbesondere dem Bauunterhalt. Die Vorgabe lau­tet, dass die Immobilien effizienter verwaltet werden. Bis Ostern werden dazu in den Kirchenvorständen Kon­zepte erarbeitet und dem Dekanats­ausschuss vorgelegt. Dieses Gremium wird dann ein regionales Gebäude­konzept erstellen und der Landeskir­che präsentieren. Wie Dekan Mendel sagte, könnten die Kirchengemein­den ohne die Vorarbeiten der evan­gelischen Verwaltungsstelle Wasser­trüdingen mit Verwaltungsstellenlei­ter Gerhard Rupp diese Aufgaben nicht erfüllen.
Den Synodalen lag auch der Be­richt von Kirchenmusikdirektor Serr vor. Darin heißt es, Kirchenmusik sei keine akustische Dekoration und so­mit entbehrlicher Luxus, sondern elementarer Bestandteil christlicher Verkündigung. Die Zahl der zur Ver­fügung stehenden Organisten ist mit etwa 50 immer noch recht knapp. Anfang Februar legten Leonard Klimpke (Gunzenhausen), Jana Min­nameyer (Thannhausen) und Bene­dikt Köberlein (Pleinfeld) die D-Prü­fung ab. Serr ermunterte die Kir­chengemeinden, talentierte Menschen zum Musikunterricht anzumelden.
Laut Diakon Heinrich Förthner finden in 13 Kirchengemeinden sonntags Kindergottesdienste statt. In weiteren elf Gemeinden geschieht das in Verbindung mit den wechseln­den Hauptgottesdiensten 14-täglich oder zu den Festtagen. Insgesamt stehen hier 24 Kindergottesdienstteams mit rund 200 ehrenamtlichen Helfern zur Verfügung.
Die Posaunenchöre bringen sich nicht nur bei der Gestaltung von Gottesdiensten in ihre Kirchenge­meinden ein, sondern beteiligten sich auch an den Seegottesdiensten am Altmühl- und Brombachsee und an sonntäglichen Abschlussfahrten auf der „MS Brombachsee" Der diesjäh­rige Bezirksposaunentag ist am 15. Juli in Wachstein, so Bezirkschorlei­ter Bernhard Volkert (Oberasbach).
Die kirchlichen Angebote im Be­reich der Urlauberseelsorge werden von Urlaubern, Feriengästen und Ge­meindegliedern aller Konfessionen gerne angenommen. So steht es im Bericht der drei Tourismusseelsorger Martin Geisler (Kalbensteinberg), Matthias Knoch (Gräfensteinberg) und Ekkehard Malcher. Sehr gerne angenommen wurden die Seegottes­dienste am Brombach- und Altmühl­see und der in den Abendstunden angebotene Gottesdienst am Cam­pingplatz „Fischer-Michl" in Wald. Ungefähr 5000 Gäste nahmen an Führungen durch die Rieter-Kirche in Kalbensteinberg teil. In der Som­mersaison 2012 wird es in der Stadtkirche in Gunzenhausen wieder die Mittwochsandacht „Gute Viertelstun­de" geben.
Die Tätigkeit des Diakonischen Werks Weißenburg-Gunzenhausen skizzierte Geschäftsführer und Be­zirksstellenleiter Martin Ruffertshö­fer. Neu ist „Interaktion", ein kultu­relles Theaterprojekt für junge Men­schen.

 

Quelle: Altmühl-Bote, Ausgabe 22. März 2012

Horst Kuhn

Öffentlichkeitsreferent

drucken nach oben