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Eine Ära ging zu Ende - 36 Jahre Kirchenmusikdirektor Alexander Serr

2011.11.17. Serr

Eine Ära ging zu Ende. 36 Jahre Kirchenmusikdirektor Alexander Serr.

 

Bei Martin Luther stand die Musik hoch im Kurs. Er war es, der sagte, dass die Musik eine Gottesgabe sei. Diese Gabe wurde KMD Serr in die Wiege gelegt, obwohl er in einer nicht ausgesprochen musikalischen Familie in Oberfranken aufwuchs. Ohne Ahnung von Noten zu haben, setzte er sich schon als Kind in Albertshofen ans Harmonium im Gemeindesaal und spielte nach Gehör die Choräle nach, die im Gottesdienst gesungen wurden. Gott sei Dank fand er im zuständigen Pfarrer einen Förderer seines außergewöhnlichen musikalischen Talents. Nach dem Abitur studierte er in Bayreuth Kirchenmusik. Seine erste Stelle trat er in Gunzenhausen an und sie blieb die einzige Stelle, immerhin mehr als 36 Jahre lang. Dieser Tage beendete er als KMD seine Karriere als Kirchenmusiker im Dienste der Landeskirche. Ein Musiker wird er sein Leben lang bleiben, genauso wie er den Ehrentitel Kirchenmusikdirektor behalten wird, wie Landeskirchenmusikdirektor Lochner, einer der Laudatoren der großartigen Verabschiedungsfeier im Lutherhaus, vermerkte. In diesen 36 Jahren hat Alexander Serr als musikalischer Motor für die Kirchengemeinde, die Stadt Gunzenhausen und den Dekanatsbezirk gewirkt. Als er im September des vergangenen Jahres in der Kantorei seinen Entschluss, in den vorzeitigen Ruhestand zu gehen, bekannt gab, wollte dies erst mal keiner richtig glauben. Doch seine Argumente für den wohlüberlegten Schritt waren bald nachvollziehbar, zumal nicht berufliche Frustration ursächlich war, sondern vor allem der Wunsch, mehr Zeit zu haben für die Dinge, die ihm am Herzen liegen, und für die im Dienst die Zeit nie ausreichte. Und wenn man Revue passieren lässt was Alexander Serr in seiner Dienstzeit alles gestemmt hat, gönnt ihm jeder die neue Freiheit voller Dankbarkeit und Freude über die langen gemeinsamen Jahre. Dies fand deutlichen Ausdruck in der Verabschiedung am 26. Februar, die deutlich machte wie lebendig Kirchenmusik die Menschen in der Kirche macht. Sowohl der feierliche Gottesdienst, als auch die Festveranstaltung danach waren getragen von Respekt und Hochachtung für seine Arbeit und die Art und Weise in der er diese über so lange Zeit hinweg ausgeführt hat. Bunt, kreativ und kurzweilig waren die Beiträge der verschiedenen Gruppen und erfreuten alle Anwesenden. Viele haben mit Alexander Serr Töne sammeln dürfen, die in den Herzen und Gemütern noch lange nachklingen werden. Dank seiner Energie und seines musikalischen Könnens erlebten nicht nur die Sängerinnen und Sänger in der Kantorei wunderbare Konzerte, die in vielen Chorstunden erarbeitet wurden, auch die Instrumentalisten, sei es im Konzertensemble, Taizeeorchester oder bei Flautissimo musizierten mit ihm zur Ehre Gottes und auch zur Freude der Besucher die zu den musikalischen Veranstaltungen in die Stadtkirche oder zu den sommerlichen Spitalkirchenkonzerten gekommen waren. Nicht zu vergessen die „Klangvollen Sommerabende" auf Dekanatsebene, für deren Organisation er verantwortlich war, und in denen auf wunderbare Weise, ein kulturell-kulinarischer Kunstgenuss geboten wurde, deren zweiter Teil, die Kulinarik, dankenswerterweise immer von den Kirchengemeinden getragen wurde. Der Aufforderung Alexander Serrs, der Kirchenmusik treu zu bleiben, auch wenn er selbst nicht mehr verantwortlich ist, wird wohl bei den meisten Kirchenmusikanten Gehör finden.

 

Christa Weigel

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