Zum Inhalt (ALT-C)
Zur Navigation (ALT-N)
Zur Startseite (ALT-S)

Dekanat Gunzenhausen  |  E-Mail: info@dekanat-gunzenhausen.de  |  Online: http://www.dekanat-gunzenhausen.de

Dorfgemeinschaftshaus in Maicha

Maicha, Dorfgemeinschaftshaus
Foto: Ludwig Göttler

„Ein Glanzpunkt im Ort“

Regionalbischöfin Gisela Bornowski und Domvikar Reinhard Kürzinger weihten in MAICHA das neue Dorfgemeinschaftshaus ein.

MAICHA. Zahlreiche Gäste trotzten dem nasskalten Wetter, um bei der Einweihung des neuen Dorfgemeinschaftshauses und der ökumenischen „Kapelle der Dankbarkeit“ samt Glockenturm in Maicha dabei zu sein. So fand eine aus einer „Frühschoppenlaune“ heraus entstandener Idee eine gelungene Vollendung.

Zu dem in der Geschichte Maichas wohl einmaligen Ereignis fanden sich als Ehrengäste Regionalbischöfin Gisela Bornowski aus Ansbach und Domvikar Reinhard Kürzinger aus Eichstätt ein. Dank und Anerkennung gebührte den „Geldgebern“, den Firmen Nürminger Group und Heizomat Gerätebau-Energiesysteme GmbH sowie der Stadt Gunzenhausen, welche die Kosten von rund 100000 Euro je zu einem Drittel übernahmen.

Nach einem Musikstück vom Posaunenchor Stetten übernahmen im beheizten Zelt die beiden Geistlichen die Einweihungsfeierlichkeiten. Dabei stellte die Regionalbischöfin das Thema „Dankbarkeit“ in den Mittelpunkt und erklärte: „Wir können dankbar sein, eine derart künstlerisch gestaltete Kapelle weihen zu dürfen.“ Insbesondere galt ihr Dank der Spenderfamilie Nürminger, die es verstanden habe, in Zusammenarbeit mit hervorragenden Handwerkern ein „Kunstwerk der Besinnung und der Ruhe“ zu schaffen.

Bereits beim Betreten der Kapelle fällt der Blick des Besuchers auf ein von Reinhard Zimmermann (Mörsach) gestaltetes Wandgemälde mit der Darstellung des Kreuzes und des Sonnenaufgang, das uns an Tod und Erlösung erinnern soll, so die Regionalbischöfin. Ferner zieren sechs von Elke Zimmermann entworfene, modellierte und in Bronze gegossene Plastiken die Fensternischen, und kalligraphische Schriften von Silke Dörlitz geschaffen, die schmucke Kapelle. Ihr Lob galt auch dem auf das Modernste umgebaute und gestaltete Dorfgemeinschaftshaus, das zum Begegnen einlädt.

In ökumenischer Gemeinschaft stellten die Würdenträger beider Konfessionen das gelungene Werk unter den kirchlichen Schutz. Während des gemeinsamen „Vaterunsers“ konnten die Gläubigen zum ersten Mal auch den reinen Klang der neuen „Maichamer“-Glocke vernehmen. Den anschließenden Reigen der Grußworte eröffnete Initiator und Bauleiter Marco Nürminger, der den Gästen den Ablauf der Umbauarbeiten am ehemaligen Gefrierhaus erläuterte. Die Dorfgemeinschaft habe 1100 ehrenamtliche Stunden geleistet, um ein „kleines Paradies“ in Maicha entstehen zu lassen, so sein Lob. Dafür galt sein Dank neben seinen Mitbürgern den vielen großzügigen Spendern, den Handwerkern und der Stadt Gunzenhausen für die Unterstützung.

Bausumme unterschritten

Als einen „Glanzpunkt im Ort“ bezeichnete Bürgermeister Karl-Heinz Fitz das beispielhaft gestaltete Ensemble in dem kleinen, nur rund 100 Einwohner zählenden Ortsteil. Ein Beispiel, das seiner Meinung nach durchaus weiter Schule machen könnte.

Zudem freute er sich, dass die geplante Bausumme deutlich unterschritten wurde und lobte die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Initiator Marco Nürminger, der es verstand, in relativ kurzer Zeit einen derartigen Glanzpunkt, inklusiv der darunter liegenden städtischen Wasserreserve zu errichten. Manfred Nürminger, Seniorchef des gleichnamigen Unternehmens gab einige Zahlen an die Besucher weiter.

So wurde für die Kapelle ein 40 Tonnen schwerer, Oberpfälzer Granitblock verarbeitet, welcher von der Firma Roll aus Wald künstlerisch gestaltet wurde. Vier Tonnen Stahl wurden für den Glockenturm verbaut, rund 10 Tonnen Beton für die Fundamente. Mitfinancier Robert Bloos, Juniorchef der Firma Heizomat, und Ortssprecher Karl Gutmann schlossen sich den Dankesworten ihrer Vorredner an und hoben besonders die ehrenamtlichen Helfer im Alter von zwölf bis 77 Jahren hervor.

Stellvertretend für sie alle überreichten die Verantwortlichen Ernst Müller für 150 ehrenamtlich geleistete Stunden ein kleines Präsent. Nach dem offiziellen Teil und einer willkommenen Kuchen- und Kaffeetafel rundete ein geselliger, unterhaltsamer Abend mit der Blaskapelle Dittenheim die Einweihungsfeier ab. LUDWIG GÖTTLER

 

Quelle: Altmühl-Bote Gunzenhausen, Ausgabe 07.05.2019

© Text und Fotos: Ludwig Göttler, Filchenhard

 

Horst Kuhn

Dekanat Gunzenhausen

Öffentlichkeitsreferent

 

Maicha, Dorfgemeinschaftshaus

Domvikar Reinhard Kürzinger aus Eichstätt und die Ansbach-Würzburger

Regionalbischöfin Gisela Bornowski stellten die Kapelle unter kirchlichen Schutz.

Foto: Ludwig Göttler

 

Maicha, Dorfgemeinschaftshaus

 

Maicha, Dorfgemeinschaftshaus

 

drucken nach oben