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2018.11.30 Pfarrerin Dorothee Stadtler neue Seelsorgerin

Stadler, Pfofeld

Dorothee Stadler schaltet im Pfarrhaus das Licht an

Die Vakanzzeit für die evangelischen Kirchengemeinden Pfofeld und Thannhausen ist vorbei — Seelsorgerin wurde in Büttelbronn geboren

PFOFELD/THANNHAUSEN — Große Freude in Pfofeld und Thannhausen: Nach nur wenigen Monaten Vakanzzeit nimmt zum 1. Dezember Pfarrerin Dorothee Stadler, geb. Galle, den Dienst als Seelsorgerin in den beiden evangelischen Kirchengemeinden auf.

Der Vita der Seelsorgerin ist zu entnehmen, dass sie 1960 im Pfarrhaus Büttelbronn (Dekanat Pappenheim) das Licht der Welt erblickte und dort bis 1965 zusammen mit ihren Geschwistern aufwuchs. Die Grundschulzeit verbrachte sie in Thüngen (Dekanat Würzburg), 1971 erfolgte der Umzug nach Amberg in der Oberpfalz, wo sie 1980 am Max-Reger-Gymnasium das Abitur ablegte. 1986 heiratete sie den Vikar Jürgen Stadler aus der braunschweigischen Landeskirche. Nach dem Studium der evangelischen Theologie in Erlangen, Tübingen und Neuendettelsau verbrachte Dorothee Stadler die Vikariatszeit in Großhabersdorf (Dekanat Fürth).

Die erste gemeinsame Pfarrstelle teilte sich das Pfarrerehepaar in Wallmersbach (Dekanat Uffenheim) von 1992 bis 1999. Anschließend übernahm Dorothee Stadler eine volle Stelle in der Kirchengemeinde Freilassing. Ihr Pfarrsprengel erstreckte sich über die beiden Kommunen Ainring und Teisendorf im Landkreis Berchtesgadener Land. Ihr Mann war parallel als Pfarrer im Schuldienst in Freilassing und Bad Reichenhall tätig.

Nach zwölf Jahren Diasporaarbeit entschlossen sich die beiden 2011 zu einem Neuanfang in Papua-Neuguinea. Pfarrer Stadler hatte sich nebenbei jahrelang wissenschaftlich mit der Missionsarbeit des Pioniermissionars Christian Keyßer beschäftigt. Sein Wunsch war es schon über lange Zeit hinweg, dieses Wissen praktisch in der Qualifizierung und Ausbildung von Pfarrern in Papua-Neuguinea einzusetzen. So wurden sie im Juli 2011 von Mission EineWelt Neuendettelsau als Dozenten an das Martin-Luther-Seminar (MLS) in Lae (Papua-Neuguinea) entsandt. Das Seminar ist eine englischsprachige Ausbildungsstätte für angehende einheimische Pfarrer.

2014 wechselte das Paar dann wegen des sehr belastenden tropischen Klimas nach Goroka ins Hochland. Weiterhin hatten sie Kontakte zum MLS, waren nun aber am melanesischen Institut (MI) in der Kursarbeit tätig. Das MI ist eine ökumenische Einrichtung, die 1971 von den vier Großkirchen der Katholiken, Lutheraner, Methodisten und Anglikanern gegründet wurde. Man tat sich zusammen, um gemeinsam die melanesische Kultur und Brennpunktthemen der Gesellschaft und der Kirchen im pazifischen Raum tiefer zu erforschen, unterstützende Materialien für kirchliche Mitarbeiter herauszugeben und Kurse zu aktuellen Themen für Mitarbeiter in den Gemeinden zu veranstalten.

Das Ehepaar nahm in der Zeit in Wallmersbach zwei jugendliche Pflegekinder in ihre Familie auf. Der Sohn lebt und arbeitet in Württemberg, die Tochter lebt mit Familie in Mesa bei Phönix (Arizona). In Ainring nahmen sie über zwei Jahre einen jungen afghanischen Mann auf, der durch eine Landmine einen Unterschenkel verloren hatte und zur Reha nach Deutschland kam. Er arbeitet und lebt mittlerweile in Berlin als Übersetzer.

Seit der Rückkehr nach Deutschland im April dieses Jahres ist Pfarrerin Stadler bei Mission EineWelt in Neuendettelsau tätig und wechselt nun nach Pfofeld/Thannhausen. Der Einführungsgottesdienst von Pfarrerin Dorothee Stadler beginnt am Samstag, 1. Dezember, um 14 Uhr in der Kirche St. Michael in Pfofeld.

kuhn

 

Quelle: Altmühl-Bote Gunzenhausen, Ausgabe 30. November 2018

© Text:  Horst Kuhn

 

 

Horst Kuhn

Öffentlichkeitsreferent

Dekanat Gunzenhausen

 

 

Stadler, Pfofeld

In Papua-Neuguinea war Dorothee Stadler oft mit dem Flugzeug unterwegs.

Nun wird sie neue Pfarrerin von Pfofeld und Thannhausen. Foto: Privat

 

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