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2017.11.04 Abschied von Pfarrerin Barbara Meister-Hechtel

2015_Dittenheim
Pfarrhaus. Foto: Kuhn

Pfarrerin geht auf eigenen Wunsch

Barbara Meister-Hechtel legt nach gut zwei Jahren ihr Amt in Dittenheim nieder

DITTENHEIM — Als Barbara Meister- Hechtel vor gut zwei Jahren ihren Dienst als Pfarrerin der Kirchengemeinden Dittenheim und Windsfeld antrat, herrschten große Zuversicht und Vorfreude. Von einem gedeihlichen Miteinander war die Rede, sowohl in der Begegnung mit den Bürgern wie auch im Zusammenwirken mit den örtlichen Gremien. Die Hoffnungen erfüllten sich indes nur teilweise. Auf eigenen Wunsch wurde die Pfarrerin nun von ihren Aufgaben entbunden.

Der für Theilenhofen, Dornhausen, Wachstein, Wachenhofen und Gundelsheim zuständige Pfarrer und stellvertretende Dekan Gert Sommerfeld wird übergangsweise bereits ab November auch die seelsorgerische Arbeit in Dittenheim und Windsfeld übernehmen. Als verantwortlicher Ansprechpartner für die Kindertagesstätte fungiert künftig Dekan Klaus Mendel.

In einer Stellungnahme gegenüber dem Altmühl-Boten weist der Dekan ausdrücklich darauf hin, dass es keine dienstlichen Vergehen der Pfarrerin gegeben habe. Dem Wunsch Meister-Hechtels, die Gemeinde verlassen zu dürfen, sei von der evangelischen Landeskirche in Abstimmung mit den Vertretern des Kirchenvorstands entsprochen worden. Dies geschah letztlich in beiderseitigem Interesse. Eine offizielle Verabschiedung wird es nicht geben.

Zu den Beweggründen der Amtsniederlegung wollten sich die Beteiligten nicht näher äußern. Eine faire und nachvollziehbare Zurückhaltung, obwohl insbesondere den Dittenheimern die hausinternen Querelen rund um die Geistliche nicht verborgen geblieben waren. Das Thema hatte seit langem für reichlich Zündstoff und durchaus zwiespältige Meinungen gesorgt. Ab wann und weshalb der Schuh zu drücken begann, erfuhren die meisten nach und nach im regen Gedankenaustausch.

So war es schon kurz nach der Einführung von Barbara Meister-Hechtel im Herbst 2015 zu ersten Differenzen gekommen. Weitere „Störfeuer“ an unterschiedlichen Herden belasteten zunehmend auch das zwischenmenschliche Klima innerhalb der Dorfgemeinschaft. Selbst banale Anlässe sorgten mitunter für Irritationen. Um diese Negativspirale wieder in den Griff zu bekommen, fehlte es möglicherweise an Vertrauen, sachlicher Argumentation und dem sprichwörtlichen guten Willen. Der Schritt zurück fand jedenfalls nicht statt. Es wurde viel über-, zu wenig miteinander geredet – Missverständnisse nicht ausgeschlossen.

Respektvoll auseinandergehen

Deshalb ist es im Nachhinein müßig, darüber zu diskutieren, wer denn wohl mehr zur am Ende zerrütteten „Ehe“ beigetragen habe. Insofern scheint es jetzt tatsächlich die beste Lösung zu sein, respektvoll und einvernehmlich getrennte Wege zu gehen. „Jeder kann entsprechende Lehren daraus ziehen“, hofft der Vertrauensmann des Kirchenvorstands, Christian Altmann. Wie auch die übrigen KV-Mitglieder wünscht er der scheidenden Pfarrerin an neuer Wirkungsstätte alles Gute. Nicht der Groll solle überwiegen, sondern die Erinnerung an das gemeinsam Erreichte. Christliche Werte würden unter anderem auf Demut, Vergebung und Nächstenliebe basieren.

Wie lange die Vakanz in Dittenheim und Windsfeld voraussichtlich dauern wird, wusste Dekan Mendel noch nicht zu sagen. Es könne allerdings ein längerer Prozess bevorstehen, weil im Dekanatsbezirk Gunzenhausen aktuell vier Pfarrstellen unbesetzt seien. Dies liege aber ohnehin in der Zuständigkeit und im Ermessen der Landeskirche. ULI GRUBER

Quelle: Altmühl-Bote Gunzenhausen, Ausgabe 04. November 2017

© Text: Uli Gruber. Freier Mitarbeiter im Altmühl-Boten

Horst Kuhn

Dekanat Gunzenhausen

Öffentlichkeitsreferent

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