Zum Inhalt (ALT-C)
Zur Navigation (ALT-N)
Zur Startseite (ALT-S)

Dekanat Gunzenhausen  |  E-Mail: info@dekanat-gunzenhausen.de  |  Online: http://www.dekanat-gunzenhausen.de

2017.08.13 Wiedereinweihung Kirche St. Sixtus

Laubenzedel, 2017
St. Sixtus. Foto: Kuhn

„Die Kirche wäre uns auf den Kopf gefallen"

Nach zwei Jahren Sanierung wurde die Laubenzedeler St. Sixtus-Kirche feierlich wieder eingeweiht

LAUBENZEDEL - Nach zweijähriger Außen- und Innenrenovierung wurde die Laubenzedler St.-Sixtus-Kirche im Rahmen eines Festgottesdienstes pünktlich zum Kirchweihsonntag wieder ihrer Bestimmung übergeben. Regionalbischöfin Gisela Bornowski segnete das Gotteshaus und hielt die Predigt.

Zwei Jahre diente der Gemeindesaal im Kindergarten als Gottesdienstraum. Nun setzte sich von dort, angeführt vom örtlichen Posaunenchor, ein Zug mit den Sakramentsgegenstände wie Bibel, Kerzen, Abendmahlskelche und Taufkanne in Richtung St.-Sixtus-Kirche in Bewegung.

Pfarrer Thorsten Wolff unterstrich in seinen Begrüßungsworten, dass das Gotteshaus in den vergangenen zwei Jahren nicht nutzbar gewesen sei. Die schadhafteste Stelle befand sich über der Kanzel „die Kirche wäre uns Wortverkündern früher oder später auf den Kopf gefallen, hätte man nichts unternommen".

Pfarrerin Katharina Wolff rief die Beschwernisse der vergangenen 24 Monate in Erinnerung. Nicht nur konnte kein Gottesdienst in der Kirche gefeiert werden, unter der Woche bestand auch keine Möglichkeit für einen Moment der Einkehr in dem Gotteshaus, selbst die Glocken schwiegen wochenlang. Heute aber, so die Seelsorgerin, die gemeinsam mit Ehemann Thorsten die selbstständigen Kirchengemeinden Laubenzedel und Haundorf seelsorgerlich betreut, erstrahle die St. Sixtus- Kirche wieder in neuem Glanz mit stabilem Gewölbe und Dach, frisch überholter Orgel und moderner Technik.

Nun gelte es, die Kirche wieder mit Leben zu füllen. Mit begleitenden Worten wurden anschließend die Osterkerze, die neue Altarbibel, die sechs Kerzenleuchter, die Abendmahlsgeräte, der Taufkelch und der Klingelbeutel an ihren Platz gestellt. Die Kindergottesdienst- und Kindergartenkinder legten zudem Blumen auf dem Altar ab.

Es fehlt einfach etwas

Nach ihren Worten zur Wiedereinweihung und Segnung der Kirche trat Reginalbischöfin Gisela Bornowski auf die Kanzel. Der Seelsorgerin war zu Ohren gekommen, dass viele Kirchengemeindeglieder, aber auch Nicht-Kirchgänger sehnsüchtig auf die Wiedereinweihung gewartet hätten. Das zeige, dass die ganze Bevölkerung mit der St.-Sixtus-Kirche verbunden sei. Es fehle einfach etwas, wenn das Gotteshaus nicht benutzt werden könne und die Glocken schweigen.

Seit über 600 Jahren suchen, so die Oberhirtin für den Kirchenkreis Ansbach- Würzburg in ihrer Predigt, Menschen aus Laubenzedel und Büchelberg in der St.-Sixtus-Kirche Gott. Sie feiern dort Gottesdienste, erleben Gemeinschaft in Wort und Sakrament. Und wollen von Gott gefunden werden, um Gnade und Hilfe, Lehre und Trost zu empfangen.

Musikalisch mitgestaltet wurde der Festgottesdienst von Stefan Hofmann (Orgel), dem von Anne-Kathrin Jordan geleiteten „Projektchor", in dem Mitglieder der Kirchengemeinden Laubenzedel und Haundorf singen, sowie von Kindern aus dem Kindergarten und Kindergottesdienstkindern.

Die Reihe der Grußwortredner eröffnete Baudirektor Thomas Jenkel, der nochmals detailliert auf die ausgeführten Baumaßnahmen einging. Explizit sprach er die statische Ertüchtigung des Dachstuhls und des Gewölbes, die Neueindeckung der Dachflächen von Chor und Schiff, die teilweise Erneuerung der elektrischen Anlage und die Schaffung eines barrierefreien Zugangs auf der Südseite der Kirche an. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 750000 Euro. Bürgermeister Karl-Heinz Fitz unterstrich die Notwendigkeit der Renovierung. St. Sixtus sei „ein festes Haus", ein Kirchengebäude, das sich sehr gut im Ort einfüge, so das Stadtoberhaupt.

In die Zeit der Sanierung fiel auch die 600-Jahr-Feier des Gotteshauses, daran erinnerte Landratstellvertreter Robert Westphal. Dafür, aber auch für viele andere Veranstaltungen, stand das Gotteshaus seit 2015 nicht mehr zur Verfügung. Vielen sei so bewusst geworden, dass etwas Wichtiges fehle. Westphal äußerte den Wunsch, dass auch die nachkommenden Generationen die Gotteshäuser wahren, schätzen und erhalten. Und natürlich sollten sie auch die Gottesdienste besuchen. Die Kirche lebendig und zeitgemäß zu gestalten, heißt für Westphal dabei nicht, alle Traditionen und Abläufe über Bord zu werfen.

Pfarrer Wolf dankte abschließend allen am Bau beteiligten Firmen und überreichte Architekt Rolf Weihermann einen Präsentkorb. Eine Würdigung, auch wenn er das nicht wollte, gab es für Mesner Hermann Rothfuß, der in den vergangenen zwei Jahren bei den Arbeiten stets präsent war und auch selbst mit Hand anlegte. Für ihn sei die St.-Sixtus-Kirche quasi ein zweiter Wohnsitz, um den er sich liebevoll kümmert.

Im Laufe des Kirchweihsonntags besuchten zahlreiche Laubenzedler und Büchelberger das Gotteshaus. Anhand aufgestellter Schautafeln konnten sie sich über den Bauverlauf informieren. HORST KUHN

 

Laubenzedel, St. Sixtus

Die Kindergarten- und Kindergottesdienstkinder umrahmten den Festgottesdienst zur Wiedereinweihung

der St.-Sixtus-Kirche in Laubenzedel mit zwei Liedern. Fotos: Horst Kuhn

 

Laubenzedel, St. Sixtus,

Das Pfarrerehepaar Thorsten (re.) und Katharina Wolff (li.)

und Regionalbischöfin Gisela Bornowski dankten Mesner Hermann Rothfuß

und seiner Ehefrau Martha.

 

Weitere Bilder am Ende

 

Quelle: Altmühl-Bote Gunzenhausen, 09.08.2017

© Text und Foto: Horst Kuhn

©  Predigttext: Regionalbischöfin Gisela Bornowski

 

Horst Kuhn

Dekanat Gunzenhausen

Öffentlichkeitsreferent


Predigt Reginalbischöfin Gisela Bornowski

 

Kircheneinweihung in Laubenzedel am 06.08.2017

Lukas 19, 1-10

Liebe festliche Gemeinde!

Endlich können wieder Gottesdienste in der St. Sixtus-Kirche gefeiert werden. 2 ¼ Jahre war kein Gottesdienst mehr in Ihrer Kirche in Laubenzedel. Keine Taufen, keine Trauungen, keine Konfirmation.

Aus einer kleinen Auffrischung zum 600-jährigen Jubiläum ist eine große Baumaßnahme geworden.

Neue Farbe, neue Elektrik, neue Statik – das Dach über dem Kopf hält wieder. Das hölzerne Kreuzgewölbe-Gerippe ist unterfasst, die Decke wieder stabil. Es sieht nicht nur alles neu aus, es riecht auch noch ganz neu. Und es klingt sogar neu: die Orgel wurde gereinigt und neu gestimmt, und auch die Glocken erklingen wieder! Ein Vierteljahr schwiegen sie, darüber haben sich einige beschwert.“ So hat mir das Pfarrersehepaar Wolff geschrieben. Andernorts beschweren sich die Leute über die Glocken, die läuten.

Viele haben dazu geholfen, dass die Kirche wieder so schön ist: Architekten, Handwerker, KV und ihre Pfarrersleute Wolff, ehrenamtliche Helfer und Verwaltungsleute. Viele leisten Ihren finanziellen Beitrag dazu. Sie alle wollen das Ihre dazu tun, dass die Kirche im Dorf bleibt. Ihnen allen ein herzliches Dankeschön!

Sehnsüchtig warten viele auf ihre Kirche, auch die Nicht-Kirchgänger – dieser Satz Ihrer Pfarrersleute hat mich gerührt.

Laubenzedel, St. SixtusDas ist schön, dass Sie mit Ihrer Kirche so verbunden sind, dass Ihnen etwas fehlt, wenn sie als Gotteshaus nicht mehr benutzt werden kann, und wenn ihre Glocken schweigen!

Das zeigt mir: die Kirche, der Glaube, gehören zum Dorf, Kirche ist Heimat für Sie.

Hinter dieser Sehnsucht, endlich wieder in der Kirche Gottesdienste feiern zu können, steckt wohl noch eine andere Sehnsucht, eine tiefere…

Über 600 Jahre suchen Menschen hier an diesem Ort und vor allem in dieser Kirche Gott. Sie feiern Gottesdienste, erleben Gemeinschaft in Wort und Sakrament. Und wollen von Gott gefunden werden, um Gnade und Hilfe, Lehre und Trost zu empfangen, wie es in der alten Liturgie hieß. Der Herr der Kirche hat die Gemeinde gesammelt und bewahrt bis auf den heutigen Tag. Und ER will, dass wir immer wieder hierher kommen, in Gottes Haus, in die Gemeinschaft der Christen, um IHN zu finden, um IHM zu begegnen. Um Heimat zu haben. In einem meiner Lieblingslieder aus dem neuen Liederbuch heißt es:

„Da wohnt ein Sehnen tief in uns, o Gott, nach dir, dich zu seh‘n, dir nah zu sein, es ist ein Sehnen, ist ein Durst nach Glück, nach Liebe, wie nur du sie gibst.“ In den Strophen des Liedes bitten wir Gott um Freiheit und Frieden und Hoffnung, um Beistand, um Heilsein, um Zukunft. Diesen Durst, dieses Sehnen möge Gott stillen!

Ja, ich denke, damit ist gut beschrieben, warum Menschen, Gott aufsuchen und finden wollen. Es ist der Durst nach Liebe und Glück, danach, dass mich einer so annimmt und mag, wie ich bin. Bedingungslos. Ohne Wenn und Aber. Gott ist einer, bei dem ich mich nicht erklären muss! So finde ich Heimat bei IHM.

Wir haben eben die Geschichte von Zachäus, dem Zöllner aus Jericho gehört, der auch eine große, tiefe Sehnsucht mit sich herumträgt, nach Liebe und Angenommensein. Er macht sich auf, um Jesus zu sehen.

Jesus ist nach Jericho gekommen. Er macht sich auf die Suche nach dem Verlorenen, wie schon so oft. Sein Ruf eilt ihm schon voraus. Wie er verlorene Menschen gefunden hat und sie selig wurden: Kranke wurden gesund, Aussätzige rein, den Armen hat er Gottes Liebe zugesagt, einige wurden sogar Zeugen, wie er einen Blinden vor den Toren der Stadt geheilt hat. Nun sind viele auf den Beinen, um Jesus aufzusuchen, um ihn zu sehen und zu hören.

Hier in Jericho lebt ein Mann, klein von Gestalt – heißt es in der Geschichte, aber ein Großer in der Finanzwelt. Sein Name ist Zachäus. Er hat von den Römern das Zollrecht für ein größeres Gebiet erworben. Es gibt eine klare Meinung in Jericho: Zachäus ist ein Sünder, ein Verlorener. Denn er nutzt seine Position als Oberzöllner schamlos aus. Er setzt den Zoll fest. Oft zu hoch. So ist er reich geworden. Das Geschäft läuft gut, der erwirtschaftete Gewinn ist beträchtlich – auch wenn nicht alles legal läuft. Alles dreht sich bei ihm um Geld und Gewinnmaximierung. Seinen Luxus finanziert er sich mit schmutzig verdientem Geld. Dafür wird er gehasst und gemieden. Die Zusammenarbeit mit den Römern hat ihn den Platz in der Gemeinschaft des Gottesvolkes gekostet. Zachäus ist ein armer Reicher. Er weiß nicht mehr, wo er hingehört. Er hat keine Heimat mehr. Er fühlt sich verloren – obwohl er eigentlich alles hat, was man sich wünschen kann.

Zachäus, so heißt es, begehrt, Jesus zu sehen. Er erträgt die bösen Blicke und den Spott der Leute am Straßenrand, er macht sich im wahrsten Sinne des Wortes „zum Affen“ und klettert auf einen Baum!

„Begehren“ ist ein starkes Wort: da steckt Verlangen dahinter, Sehnsucht. Zachäus war sicher auch neugierig. Aber da ist noch mehr, er sucht etwas, er spürt eine Sehnsucht in sich. Da ist ein Sehnen tief in uns, o Gott nach dir…nach Liebe und Heil. Nach innerem Frieden. Nach einem neuen Anfang. Alles andere verliert in diesem Moment an Bedeutung.

Zachäus will gefunden werden. Dort oben auf dem Maulbeerbaum ist er auf dem Höhepunkt seiner Verzweiflung. Und auf dem Höhepunkt seiner Suche nach dem Heil.

Also: Um Jesus zu sehen, ihm zu begegnen, von ihm angesprochen zu werden, um neu anfangen zu können, muss ich mich aufmachen zu dem Ort, Laubenzedel, Kirche St. Sixtus,wo er vorbeikommt. Freilich kann er ganz unvermittelt vor meiner Tür, vor meiner Herzenstür stehen und anklopfen. Aber ich glaube, dass er auch auf uns wartet, darauf, dass wir uns aufmachen zu ihm, ihn suchen, und uns finden lassen wollen.

Ja, wonach sehnen wir uns? Begehre ich auch, Jeus zu begegnen? Was brauche ich von ihm? Bin ich offen für Ihn und dass er in mein Leben kommt?

Menschen ringen wie Zachäus um das Leben. So wie er wenden viele eine enorme Energie auf, um das zu finden, was sie verloren haben - oder noch nie hatten. Manche laufen ihrem Glück nach, indem sie von einem Event zu nächsten gehen. Es soll alles Spaß machen. Manche fliehen in die Arbeit, oder in den Alkohol. Andere wandern aus. Oder emigrieren innerlich – aus Beziehungen, aus diesem Leben, das für sie keines mehr ist.

Zachäus tut das nicht. Er sucht sein Heil. Mitten unter den Leuten, die ihn hassen. Das ist der schwierigste Weg. Und der verdient Respekt.

Jesus sagt zu dem sehnsüchtigen Zachäus: Ich muss heute bei dir einkehren! Jesus fragt nicht, ob er kommen darf. Er sagt auch nicht: Bring erst mal dein Leben in Ordnung! Nein, Jesus kommt und schenkt seine Freundschaft, unverdient und ohne Bedingungen und macht so das Leben des Zachäus wieder heil. Gott rechtfertigt den Sünder – allein aus Gnade – er muss nichts dazu tun. Vielleicht nur seine wunde Seele der Liebe Gottes hinhalten. So schenkt er einen neuen Anfang.

So findet Jesus den Zachäus. Und Zachäus lässt sich finden. Jesus sucht ihn heim. Hält Tischgemeinschaft mit ihm. Ja, der Menschensohn ist gekommen, findet und macht selig, was verloren ist. Und Zachäus nimmt seinen Gast auf – mit Freuden. Alles wird neu für ihn und anders. Das Leben fühlt sich auf einmal anders an.

Wir wissen, dass man immer seine Geschichte mit sich herumträgt. Vieles kann ich nicht ungeschehen machen. Ihre Kirche hat eine neue Farbe und ein neues Kreuzgewölbe bekommen, aber sie ist die altehrwürdige Kirche geblieben.

Bei Zachäus ist das so, wie bei uns allen. Auch er trägt seine Geschichte mit sich herum. Seine Taten und Worte, die er seinen Mitmenschen angetan hat. Sie verachten ihn deswegen immer noch.

Warum geht Jesus gerade zu ihm, dem Halsabschneider und Betrüger? Hätten wir es nicht viel mehr verdient, dass er bei uns einkehrt? Es wird eine Neiddebatte geführt. So ist das, wenn einem anderen etwas Gutes widerfährt.

Zachäus bleibt ein Außenseiter.

Zachäus ist das in diesem Moment egal. Er ist erst einmal selig. Freut sich wie ein Kind an Weihnachten. Er hat gefunden, was er gesucht hat: einen Freund, einen, der zu ihm hält, der sich mit ihm an den Tisch setzt, ohne Vorbehalte, ohne Bedingungen, einfach so.

Das ist das Neue für Zachäus. So kann er einen neuen Anfang wagen. Weil Jesus zu ihm kommt, ohne eine Bedingung zu stellen.

Was da in Jericho geschieht, ist kein gewöhnlicher Hausbesuch. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Heim-suchung. Es geht in dieser Geschichte um die Beantwortung der Frage, wo der Mensch seine Heimat hat. Wo und wie er behaust und geborgen ist. Wo und wie er Heil und Frieden findet. Was im Leben Halt gibt.

Seine Heimat hat der Mensch in Gottes Reich – ja, das glaube ich. Dort findet er, wonach er sich sehnt.

Ich gönne Zachäus seine ausgelassene Freude. Ich freue mich von Herzen mit jedem Menschen, der eine Heimat findet.

Aber was Lukas erzählt, ist ja nur ein Teil der Geschichte. Er erzählt lediglich die Hinreise zur Heimat. Nach dem Fest steht dann aber die Rückreise ins Leben an – mit und unter den Menschen in Jericho.

Zachäus muss sein Leben vollkommen neu durchbuchstabieren. Neu beginnen, anders. Seine Begegnung mit Jesus lässt ihn nicht unberührt. Die Liebe Gottes, die er erfahren hat, fließt über auf andere. Er will etwas weitergeben von seinem Glück. Jesus muss ihn nicht dazu auffordern. Zachäus will es selber, wie von selbst. Er will wieder gut machen, indem er teilt.

Auch wir müssen ja immer wieder entscheiden, wie wir unseren Glauben leben wollen, wie wir Gottes Liebe leben können in unserem Alltag, im Umgang mit unseren Kindern oder unseren alten Eltern. Auf der Arbeit, in der Schule.

Menschen, die die Liebe Gottes erfahren haben, können gar nicht anders als sie auch weiterzugeben. Menschen, die von Jesus gefunden wurden, machen sich auf, um andere, die verloren sind, zu suchen und zu finden.

Die vielen Menschen, die vor den Toren Europas stehen, die auf Schlauchbooten die gefährliche Überfahrt übers Mittelmeer wagen, oder jetzt in Italien oder Griechenland warten, schauen oft verloren aus, ängstlich und verzweifelt. Auch sie sehnen sich nach Heil und Geborgenheit und suchen sie bei uns. Bei allen Fragen und Problemen, die es zu bedenken gibt, bleibt doch der Anspruch an uns, zu teilen mit denen, die unsere Hilfe brauchen - In ihrem Herkunfts- und Heimatland und wenn sie in Europa gelandet sind.

Jesus schaut Zachäus freundlich an. Er ist angesehen bei ihm. Im doppelten Sinne des Wortes. Das schenkt ihm den Mut und die Kraft für ein neues Leben.

Angesehen zu werden, wahrgenommen zu werden – so wie ich bin, und doch angesehen zu sein, wertgeschätzt und geliebt – das schenkt uns Gott in Jesus Christus. Das sagt er uns in seinem Wort, das wir hier in der Kirche hören dürfen.

Beim Segen dürfen wir Gottes gütigen Blick auf uns spüren.

Bei jeder Abendmahlsfeier kehrt Jesus bei uns ein – wie bei Zachäus und feiert Laubenzedel, St. SixtusGemeinschaft mit uns – wie mit guten Freunden. Jeder darf kommen.

In jedem Gebet wenden wir uns Gott zu und er nimmt unsere Sehnsucht wahr und lässt uns bei ihm geborgen sein. Egal, was uns bedrückt.

Sehnsucht, liebe Schwestern und Brüder, ist der Anfang von allem. Sehnsucht ist wie der Türöffner für Haus und Herz. Wenn ich mich sehne nach dem Heil oder mich wenigstens sehne nach der Sehnsucht, dann ist die Tür noch offen, durch die mich das Heil erreichen kann.

Ihre Kirche ist neu. Auch wir können neu anfangen, immer wieder. Und unserer Sehnsucht nachgehen. Und wenn es nur kleine Schritte sind. Das Wichtigste aber ist: Gott kommt uns entgegen. In seinem Sohn Jesus Christus schenkt er uns seine ganze Liebe, alles, was er hat. Und so wird alles neu.

 

Und der Friede Gottes …

 

Weitere Bilder

 

Laubenzedel, St. Sixtus, Laubenzedel, St. Sixtus Laubenzedel, St. Sixtus

 

Laubenzedel, St. Sixtus Laubenzedel, St. Sixtus

 

Laubenzedel, St. Sixtus Laubenzedel, St. Sixtus Laubenzedel, St. Sixtus,

 

Laubenzedel, Kirche St. Sixtus Laubenzedel, St. Sixtus

 

Laubenzedel, St. Sixtus

drucken nach oben