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2015.09.27. 600 Jahre Kirchengemeinde Wachstein

Wachstein
Kirche "St. Michael". Foto: Kuhn

Bischöfin kam zum Jubiläum


Die Kirchengemeinde Wachstein feiert 600-jähriges Bestehen mit einem Festgottesdienst

WACHSTEIN (hk) – Mit einem Got­tesdienst in der Kirche „St. Michael“ feierte die evangelische Kirchenge­meinde Wachstein ihr 600-jähriges Bestehen. Die Festpredigt hielt Regio­nalbischöfin Gisela Bornowski, die nicht nur auf die christliche Gemein­schaft in der Altmühltalgemeinde einging, sondern auch das Thema Flüchtlinge aufgriff.
Unter Glockengeläut zogen Bornow­ski und die Mitglieder des Kirchenvor­stands gemeinsam mit dem Ortsgeist­lichen Gert Sommerfeld in das liebe­voll geschmückte Gotteshaus ein, um miteinander den Kirchweihgottes­dienst zu feiern. Sommerfeld, der die Liturgie hielt, brachte die Freude der Gemeinde zum Ausdruck, dass mit der Regionalbischöfin ein gern gesehener Gast in Wachstein weilt.
In seinem Grußwort führte Vertrau­ensmann Jürgen Lechner, der mit der Kirche zudem im Mesneramt, dem Or­ganistendienst und als Leiter des Kir­chenchors verbunden ist, aus, dass man mit der Ernennung der Pfarrei vor 600 Jahren als Kirchengemeinde ziemlich selbstständig, sogar von Pfarrern, Dekanen und Regional­bischöfen, ist: Pfarrer kämen und gin­gen, aber die Kirchengemeinde Wach­stein bleibe.
Lechner erinnerte an die Pfarrstel­len- Strukturreform mit dem Zusam­menschluss der Kirchengemeinden Theilenhofen, Dornhausen, Gundels­heim und Wachstein. Sie hätten einen gemeinsamen Pfarrer, seien aber selbstständig und für sich selbst ver­antwortlich. Das habe seine Chancen, auch wenn es manchmal mühsam sei. Der engagierte Kirchenmann Lechner sei dankbar für das, was die „Altvor­deren“ in 600 Jahren überliefert hät­ten.
Als Predigtwort legte die Ansbach­Würzburger Regionalbischöfin Bor­nowski die Geschichte des Zöllners Zachäus zugrunde, der sich auf die Suche machte und von Jesus gefunden wurde. Die Geschichte erzähle von ei­nem Menschen, der etwas suche, eine Sehnsucht in sich spüre nach Glück, nach innerem Frieden, nach Liebe. So gehe es auch den vielen Flüchtlingen. Auf dem Höhepunkt der Verzweiflung verließen sie alles, was ihnen lieb und teuer sei, machten sich auf auf eine gefährliche Reise und brächen auf in eine ungewisse Zukunft. Etwas Besse­res als den Tod fänden sie überall – deshalb wagten sie es.
„Auch den vielen Flüchtlingen, die schon da sind, steht ein langer und an­strengender Weg bevor, bis sie wirk­lich bei uns angekommen sind“, so die Seelsorgerin. Den Christen stehe der Weg bevor, sich wirklich auf die Hilfe­suchenden zuzubewegen, um sie hin­einnehmen in die Gemeinschaft. Auch wenn es da viel Murren, Unverständ­nis und auch Neid geben werde: Men­schen, die die Liebe Gottes erfahren hätten, könnten gar nicht anders, als sie weiterzugeben.
Dass so viele Menschen aus den Kir­chengemeinden sich in der Flücht­lingsarbeit engagierten, so die Regio­nalbischöfin, habe auch mit der Liebe Gottes zu tun. Sie könnten nicht an­ders; weil sie die Liebe Gottes erfah­ren hätten, gäben sie Liebe weiter. Sie nutzte die Gelegenheit, sich bei allen zu bedanken, die sich in die Flücht­lingsarbeit einbringen.
Zum Wachsteiner Kirchenjubiläum führte Gisela Bornowski aus, dass sich seit Jahrhunderten in dem dem Heiligen Michael geweihten Gottes­haus Menschen einfanden, um Gott zu suchen. Sie feierten Gottesdiens­te, erlebten Gemeinschaft in Wort und Sakrament, teilten Freud und Leid und wollen von Gott gefunden werden, um Gnade und Trost zu empfangen: „Mit Freude und Dank­barkeit kann das Jubiläum gefeiert werden, und Gott will, dass man im­mer wieder hierher in Gottes Haus komme, in die Gemeinschaft der Christen, um ihn zu finden und ihm zu begegnen.“

 

Quelle: Altmühl-Bote Gunzenhausen, Ausgabe 30. September 2016

© Text und Foto: Horst Kuhn

 

Horst Kuhn

Öffentlichkeitsrefernet

Dekanat Gunzenhausen

 

Wachstein, 600 Jahre

Pfarrer Gert Sommerfeld mit Regionalbischöfin Gisela Bornowski,

Vertrauens­mann Jürgen Lechner (hinten, von links)

und Mitgliedern des Wachsteiner Kir­chenvorstands.

Fotos: Kuhn

Wachstein, 600 Jahre
Mit einer Morgenmusik eröffnete der Posaunenchor den
Kirchweihsonntag in Wachstein anlässlich des 600-jährigen
Bestehens der Kirchengemeinde.

Wachstein 600 Jahre Wachstein 600 Jahre

Wachstein, 600 Jahre

Wachstein, 600 Jahre

Wachstein, 600 Jahre

 

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