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2014.11.15 Gospelmesse "Missa Parvulorum Dei"

2014_Gun, Gospel
Fotos: Uli Gruber, Altmühl-Bote

Die „Messe der Kinder Gottes" verzauberte


Gunzenhäuser Gospelchor und Solistin Andrea Zeilinger begeisterten ihr Publikum in der Stadtkirche St. Marien

GUNZENHAUSEN - In den leuch­tenden und staunenden Augen der Kinder spiegelte sich der ganze Glanz des soeben Erlebten wider. Kein Wun­der, das faszinierende Klangspektrum der Gospelmesse „Missa Parvulorum Dei" von Ralf Grössler hatte bei den Zuhörern in der evangelischen Stadt­kirche St. Marien gewaltig Eindruck hinterlassen. Unter der Leitung von Kantor und Kirchenmusikdirektor Bernhard Krikkay zelebrierten Solis­tin Andrea Zeilinger, das aus Musi­kern der Region zusammengesetzte Orchester und der Gospelchor Gun­zenhausen kirchenmusikalische Viel­falt der Extraklasse.

Die „Messe der Kinder Gottes" des Wildeshausener Komponisten Gröss­ler besticht durch fantastische Klang­farben und verbindet in mitreißender Weise Elemente aus Jazz, Blues sowie Spiritual. Es ist eine durchaus gewag­te, zweifellos aber reichlich effektvol­le Variante, die Hauptteile der traditi­onellen Messe im Rhythmus der Gos­pelmusik erstrahlen zu lassen. Das Werk vereint zarte Streichersegmente mit furiosem Big-Band-Sound. Mysti­sche Töne des Vibrafons erzeugen eine überaus spannende und geheimnis­volle Atmosphäre, während die von den Instrumenten getragene Meditati­on über den Choral „Wer nur den lie­ben Gott lässt walten" in einen unter die Haut gehenden sphärischen Be­reich eintaucht.
Der Geist dieses ziemlich außerge­wöhnlichen Stils erreicht die Kir­chenbesucher. Davon begeistert sind nicht nur „Experten" und Freunde des Genres. Genuss ist in diesem Kon­text auch keine Frage der Generatio­nen. Jung und Alt lassen sich von der Musik gleichermaßen inspirieren. Auch die von Klavier, Schlagzeug und Bass dominierten „Jazz Inspirations" als Einleitung beider Programmteile verfehlen ihre Intention nicht. Spon­taner Applaus, sich im Takt bewegen, singen, wippen, klatschen - im Got­teshaus entsteht eine wohltuende Eigendynamik. Die Protagonisten und ihr Publikum verschmelzen schon frühzeitig zu einem „swingenden Kol­lektiv". Welch grandioses Ereignis! Noch dazu, weil St. Marien an diesem Abend bis auf den letzten Platz gefüllt ist. Der sprichwörtliche Funke springt über. Engagement, Freude, eine gelös­te Stimmung und bisweilen sogar Eu­phorie sind permanent greifbar.
Dazu trägt in besonderem Maß So­listin Andrea Zeilinger bei. Von ihrem makellosen Gesang konnten sich die Zuhörer in der Altmühlstadt schon bei einigen früheren Gastspielen überzeugen. Die Fürtherin verfügt über eine enorme stimmliche Band­breite. Ihren Part bewältigt die Sopra­nistin auf für sie bisher ungewohntem Terrain äußerst souverän, rhythmisch präzise und mit angemessener Aus­druckskraft. Auch ohne Mikrofon ge­lingt es Andrea Zeilinger, die Faszina­tion und Schönheit des Gospelgesangs mit reiner Stimme wiederzugeben. Das charakteristische Merkmal des „Ineinandergreifens" im Dialog zwi­schen Chor und Solistin wird dem ho­hen Anspruch in Grösslers Komposi­tion jederzeit gerecht.
Diese Basis für eine gelungene In­terpretation des Werks gewährleisten neben sämtlichen Instrumentalisten auch die Mitglieder des mittlerweile seit drei Jahren wirkenden Gunzen­häuser Gospelchors. Bei ihrer Premie­re „auf großer Bühne" ist die anfäng­liche Nervosität schnell verflogen. Der Chor agiert absolut sicher in sei­nen Einsätzen, setzt die dynamischen Vorgaben des Dirigenten wirkungs­voll in Musik um und präsentiert sich kontinuierlich als präsente, sehr auf­merksame Einheit. Verstärkt durch einige Sängerinnen und Sänger der Kantorei, besteht der Gospelchor nach einem Dreivierteljahr „harter Arbeit" seine Feuertaufe mit Bravour.
Die Freude am Singen ist den Ak­teuren im Altarraum der Stadtkirche anzusehen und überträgt sich auf die Menschen in den Bänken. Aber nicht nur sie reagieren mit Hingabe auf die gedeihliche Mixtur aus afrikanischem Temperament und europäischer Har­monik. Chorleiter und Dirigent Bern­hard Krikkay „überwacht" das Ge­schehen mit Sorgfalt und Kompetenz. Er erfüllt seine Funktion mit Leben und Herzblut, gibt völlig frei von überzogenem Pathos den Takt vor und geleitet Vokalisten wie Orchester si­cher durch die Aufführung.
Logisch, dass „Man(n)" dabei ins Schwitzen kommt. Krikkay entledigt sich nach der Pause seines Sakkos und „swingt" unverdrossen weiter. Sein Hemd in trendigem „Türkis-Blau" ist als Zeichen der Zusammengehörig­keit zu verstehen. Die vom Kirchen­musikverein gespendeten Tücher oder Schals für die Chormitglieder grüßen symbolhaft ebenso in dieser Farbe. Am Schluss wartet eine „fetzige" Zu­gabe. „Standing Ovations" sind Krik­kay und seinen Musikern sicher. Da­rüber freute sich auch Gastgeber und Pfarrer Claus Bergmann, der schon am Anfang des Konzerts prophezeit hatte: „Hier wird Gottes frohe Bot­schaft gesungen!" ULI GRUBER

 

Quelle: Altmühl-Bote Gunzenhausen

© Text und Foto: Uli Gruber

 

Horst Kuhn

Dekanat Gunzenhausen

Öffentlichkeitsreferent

 

2014_Gunzenhausen, Gospel

Musikalisch, gesanglich und optisch überzeugend: Das Orchester aus

einheimischen Musikern und der Gunzenhäuser Gospelchor begeisterten

beim Konzert in der Stadtkirche.                                                  Fotos: Gruber

 

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Ihre Kunst kam auch bei den Kindern                Mit viel Herzblut am Pult:

gut an: Die Soprnaistine Andrea                          Kirchenmusikdirektor Bernhard

Zeilinger.                                                                   Krikkay.

 

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Kirchenmusikdirektor Bernhard Krikkay gemeinsam mit Andrea Zeilinger und

Pfarrer Claus Bergmann.

 

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© Fotos: und Text Uli Gruber, Altmühlbote Gunzenhausen

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